Bericht - gmo Einzeloutplacement

Situation
Jürgen G., 45 J., hat nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und Fachhochschulstudium BWL seine Karriere in verschiedenen mittelständischen Unternehmen durchlaufen. In seiner letzten Position war er  - der Geschäftsführung direkt unterstellt - als kfm. Leiter in einem Handelsunternehmen mit knapp 600 Mitarbeitern tätig. Nach personellen Veränderungen in der Geschäftsführung kam es zu Spannungen mit dem neuen Management aufgrund mangelnder "Chemie". Man versuchte dieses gegenseitig wahrgenommene "Problem" über längere Zeit mit dem "Kopf" zu lösen ("Ich bin doch bisher mit jedem ausgekommen!"). Die Unzufriedenheit wurde dadurch noch größer und verursachte bei Jürgen G. nicht nur einen Leistungsabfall, sondern auch Verunsicherung bis hin zu beginnenden psychosomatischen Störungen. In einer Analyse der Situation schlugen wir Herrn G. und seinem Geschäftsführer vor, eine berufliche Neuorientierung durch ein Einzeloutplacement zu begleiten.

Beratung
Zunächst war es wichtig, die Trennungssituation aufzuarbeiten und dabei aus der vorhandenen massiven Verunsicherung von Jürgen G. wieder Zuversicht und Vertrauen in eine neue berufliche Herausforderung aufzubauen.

Durch intensives Hinterfragen seines beruflichen Lebensweges und seiner Motivatoren gelang es berufliche und persönliche Stärken transparent zu machen und ihm dadurch wieder die Sicherheit und Überzeugungskraft zurückzugeben, die ihm in der letzten Zeit gefehlt hat. Das Erstellen zeitgemäßer, aussagefähiger Bewerbungsunterlagen war dabei ein Teil des Prozesses.

Das Bewußtmachen und Einbringen der individuellen Stärken in den Beruf sind Voraussetzungen für Erfolg und Spaß im Arbeitsumfeld (wie übrigens auch im Privatleben). Im Beratungsprozess wurde deutlich, dass Jürgen G. bisher eine Aufgabe wahrgenommen hatte, die ihm große Freude bereitete und die auch seinem persönlichen Profil entsprach. Weiterhin wurde das zusätzliche Potenzial für einen nächsten Karriereschritt erkannt. Ursprünglich wollte er gerne wieder eine ähnliche Aufgabe in einem vergleichbaren Umfeld ausfüllen. Durch seine "negativen" Erfahrungen und seine Angst vor der beruflichen Zukunft visierte er einen ähnlichen Verantwortungsrahmen an und erklärte in der Anfangsphase der Beratung, im Zweifelsfall würde er auch eine Aufgabe mit weniger Verantwortung übernehmen. Es gelang ihm deutlich zu machen, dass er gerade jetzt die Chance zu einem weiteren Karriereschritt habe. Als Zielaufgabe wurde gemeinsam die Funktion eines kaufmännischen Geschäftsführers in einem vergleichbaren Umfeld definiert.

Gezielt wurden geeignete, inhabergeführte Unternehmen in seiner Region ermittelt. Die jeweiligen geschäftsführenden Gesellschafter wurden bewußt und individuell angesprochen, indem Jürgen G. aufzeigte, was er mit seinen spezifischen Erfahrungen in das Unternehmen einbringen könne.

Das Ergebnis
Naturgemäß nahm nicht jeder der Adressaten sein "Angebot" spontan an. Zwei Unternehmen zeigten sich jedoch sehr interessiert, führten mit Jürgen G. Gespräche, die wir intensiv vorbereiteten. Im Ergebnis entschied sich Herr G. für ein expandierendes mittelständisches Unternehmen im Nahrungsmittelbereich mit knapp 300 Mitarbeitern.

Heute ist er dort als kaufmännischer Geschäftsführer tätig, mit der Chance mittelfristig den Vorsitz der Geschäftsführung zu übernehmen, wenn der Firmengründer sich altersbedingt aus der operativen Arbeit zurückzieht.

Die Beratung dauerte knapp 4 Monate. Jürgen G. hat zum Ende der Beratung erklärt:
"Das hätte ich ohne Ihre Beratung nicht geschafft. Eine derartige Aufgabe hätte ich mir zum damaligen Zeitpunkt  selber nicht zugetraut.

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